Time for Tea – and Scones

Es bleibt englisch auf dem Blog. Leute, da müßt Ihr jetzt durch. Ich war doch kürzlich in Liverpool (wie angekündigt). Und was soll ich sagen? Ich bin verliebt in diese Stadt. So schön ist’s da! Livemusik und nette Leute, gutes Essen … Ganz unerwartet: gutes Wetter! Gute Museen. Möwen und der Geruch von Salzwasser. Fish ’n Chips. Die Beatles. Denn die vier begegnen einem natürlich auf Schritt und Tritt und überall an jeder Ecke. So viel könnt‘ ich Euch erzählen! Will ich auch. Denn es bleibt Euch ja nichts anderes übrig: Aus vollstem Herzen schick‘ ich Euch nach Liverpool.

Bis ich aber alle Bilder und alle Gedanken sortiert habe, wird das wohl noch eine Weile dauern. In fünf Tagen kann man schließlich eine ganze Menge erleben. Und am Wochenende wartet ja der Garten! (Wie geht noch dieser Werbeslogan – es gibt immer was zu tun? – Ja, es gibt immer was zu tun.)

Also gibt’s jetzt erstmal eine Tasse Tee – Earl Grey oder English Breakfast am liebsten, ohne Milch und Zucker aber bitte! – und frisch gebackene Scones. Ganz klassisch! Nur ohne die berühmte clotted cream, deren Geheimnis ich immer noch nicht ergründen konnte … Ich weiß nur: schweinelecker. Aber außerhalb von England eher schwer zu kriegen. Deshalb nur Butter und Marmelade. (Laubenhausmädchens Tip: Creme Double ist ein ganz guter Ersatz. Wer zählt schon Kalorien, wenn’s um Sahne geht.) Und wie einfach und schnell die Scones zu machen sind! Das hatte ich völlig vergessen. Zack, zack, die Zutaten zusammengerührt, kleine Brötchen geformt oder ausgestochen, eine Viertelstunde in den vorgeheizten Ofen damit … und fertig ist der Genuß. Das kann man auch um kurz vor fünf und pünktlich zur Teestunde noch schnell hinkriegen, denn viel braucht’s dafür nicht. Siehe hier:

Die Zutatenliste. Für etwa 8–10 Scones 350 gr Mehl, je 1 Tl Backpulver und Natron, 1 Prise Salz, 85 gr Butter, 3 El Zucker, 175 ml Milch, Vanilleextrakt, 1–2 Spritzer Zitronensaft, 1 Ei (verquirlt).

Wer mag, knetet noch ein paar Rosinen und andere getrocknete Beeren ein, das ergibt köstliche fruit scones. Noch so ein Klassiker!

Nicht vergessen: Den Ofen auf 220 °C vorheizen.

Und so geht’s:

1. In einer Rührschüssel Mehl, Salz, Backpulver und Natron mischen. Die Butter in Flocken hinzugeben und mit den Knethaken des Rührgeräts – oder ganz einfach mit den Händen – zu feinen Streuseln verarbeiten.

2. Die Milch vorsichtig erwärmen, aber nicht aufkochen lassen. Den Topf beiseite nehmen, Vanille und Zitronensaft zufügen, einen Moment ziehen lassen. Jetzt das Backblech, auf dem Ihr die Scones backen wollt, in den Ofen schieben und mit aufheizen lassen. (Das steht so im Original-Rezept, echt. Kein Witz, siehe hier. And who wouldn’t believe the BBC, right?)

3. In die Mehlmischung eine Kuhle drücken, die Milch hineingießen und das ganze schnell zu einem glatten Teig verarbeiten: mit den Knethaken, der Einfachheit halber. Dann mit den Händen. Ich empfehle allerdings großzügiges Bemehlen von Fingern und Arbeitsfläche, da der Teig zunächst noch recht feucht ist. Im Rezept steht: zwei, drei Male falten. Also, den Teig.

4. Dann: kleine, hohe Brötchen formen. Das ist die noch schnellere Variante. Oder den Teig etwa 4 cm hoch ausrollen und mit dem Keksausstecher oder einem kleinen Glas Kreise ausstechen. Je glatter die Kanten, desto besser gehen die Scones beim Backen am Ende auf, sagt das Rezept. (Ich gestehe: Das habe ich nicht getestet. Zu ungeduldig.)

5. Zuletzt die fertig geformten Teigstücke mit verquirltem Ei bepinseln, auf das vorgewärmte Blech setzten und im Ofen etwa 10–15 Minuten backen, bis die Scones hochgekommen sind und eine schöne goldbraune Farbe angenommen haben.

Total einfach, oder? Also, ich backe jetzt öfter Scones, habe ich mir gedacht. Bald gibt’s ja auch die ersten Erdbeeren der Saison, das muss doch perfekt passen … Hhmmm! Bis dahin tut’s wie gesagt auch Marmelade dazu und ein bisschen Butter. Am besten schmecken die süßen Küchlein (eigentlich sind es ja tatsächlich eher Brötchen) natürlich noch warm direkt aus dem Ofen. Man kann aber auch am nächsten Tag noch seine Mitmenschen mit selbstgebackenen Scones sehr glücklich machen, sag‘ ich Euch!

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5 Gedanken zu „Time for Tea – and Scones

  1. Ich glaube, wir sollten uns mal zu so einem richtig großartigen High Tea treffen 🙂 Ich nehm den Darjeeling mit Milch und Zucker bitte!

  2. Pingback: A Fangirl Showing Photographs {Laubenhausmädchen verreist} | Laubenhausmädchen

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