Fruit Butter {Quittenzeit}

Noch mehr Quitten! Warum nicht – solange noch Saison ist? Ich mag Quitten. Getrennt von anderem Obst gelagert sind die leuchtend gelben Früchte ja durchaus eine Weile haltbar, und ich hatte noch eine ganze Tüte übrig. Deshalb gibt’s jetzt ein einfaches Rezept für Fruit Butter aus Quitten.

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Bei nikes herz tanzt durfte ich im letzten Jahr eine wirklich super leckere (!) Apfelbutter probieren und wollte deshalb schon länger mal selbst so eine „Butter“ zubereiten. Reine Neugier! Ein bißchen zeitaufweniger ist das vielleicht, aber nicht viel komplizierter als das einfache Marmeladekochen. Mit echter Butter, also mit der aus Rahm, die wir uns aufs Brot streichen, hat Fruchtbutter nicht viel zu tun – außer vielleicht, daß die Konsistenz am Ende ähnlich ist. Denn durch das längere Köcheln wird die Fruchtmasse im Idealfall sehr viel kompakter als Marmelade oder Mus und ist so streichfähig wie Butter. Das ist aber im Grunde schon das ganze Geheimnis. Für den Anfang habe ich ein Rezept herausgesucht, das nicht viele Zutaten braucht und auch nicht viel Aufmerksamkeit erfordert. Die erste Stufe der Fruchtbutter-Produktion … Und wer weiß – vielleicht probiere ich demnächst noch mal ein anderes aus!

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Für zwei größere Gläser braucht Ihr 8–10 Quitten, geschält und entkernt, 2 großzügige Tl Zitronensaft, 3 El Zucker und Gewürze nach Geschmack

Ich habe wie im Originalrezept vorgeschlagen Kardamom verwendet, es paßt aber sicherlich auch jedes andere weihnachtliche Gewürz oder Vanille sehr gut. Anstelle von weißem Zucker habe ich hier dunklen Muscovado-Zucker verwendet.

1. Die Quittenstücke – im Topf knapp mit Wasser bedeckt – weich kochen, ca. 20–30 Minuten. Gleich zu Anfang den Zitronensaft zugeben.

2. Fruchtsücke und Flüssigkeit über einem feinmaschigen Sieb abseihen, die Flüssigkeit dabei auffangen. (1a Quittensaft! Und ich dachte immer, nein, wie aufwendig es wohl ist, Saft herzustellen? Gar nicht aufwendig. Weil, so geht’s auch. Ich mußte natürlich direkt probieren. War sehr quittig, ein ganz bißchen sauer und echt lecker! Hätte man sicher Gelee draus machen können. Der Freund hat kurzerhand Likör angesetzt: mit braunem Kandis, Zimt und Nelke. Und Korn. Der wird wohl pünktlich zu Weihnachten fertig sein.)

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3. Die weichgekochten, leicht mit dem Löffel zerdrückten Quitten ohne Flüssigkeit wieder in den Topf geben und zermusen – mit dem Kartoffelstampfer oder, wenn Ihr eine ganz glatte Masse haben wollt, fix mit dem Pürierstab. Den Zucker und das Gewürz zugeben, gut umrühren, aufkochen und mindestens 30 Minuten weiter köcheln lassen. So lange, bis eine recht dickflüssige, zähe Paste entsteht. Wenn Ihr mit dem Löffel durchgeht und die Fruchtbutter stehen bleibt (also, die Schneise, die der Löffel hinterlassen hat, sich nicht direkt wieder schließt), ist sie richtig.

4. In vorbereitete Schraubgläser abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.

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Die Quittenbutter schmeckt köstlich aufs Brot, zu Käse oder als eine Art Chutney zu herzhaften Gerichten. Bei uns wird sie nicht lange halten, da bin ich mir sehr sicher!

Habt Ihr vielleicht noch Rezepte für mich, die ich ausprobieren kann? Ich stelle fest, ich bin ein großer Fan von Fruit Butter.

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