Für mehr Farbe. Marmelade {Quittenzeit}

Geht das wohl schon als Pink durch? Oder ist das doch noch Rosa?

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Das habe ich mich in der Tat gefragt, als ich am vergangenen Wochenende in der Küche stand und die frisch gekochte, heiße Marmelade in Gläser abfüllte. Quittengelb und Kirschrot ergeben … na, eine Knallfarbe jedenfalls. Eine Gute-Laune-Farbe, und die ist nun mal wirklich nicht zu verachten, jetzt, wo es draußen so spürbar herbstelt. – Ich mag ja eher das Spätsommerliche am Herbst und würde die Sonne und die warmen Temperaturen gerne bis März behalten. Aber danach geht’s wohl nicht. Muß ich mir also doch mit mehr Farbe am Frühstückstisch behelfen! Eigentlich esse ich ja schon morgens lieber herzhaft und fange gern mit einer guten Käsestulle an. Marmelade muß gar nicht unbedingt sein. Es sei denn, sie ist selbst gekocht: Das mag ich! Sehr. Und seit wir den Garten haben, weiß ich auch: so schwer ist das gar nicht. Marmelade kochen?

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Klar, die Zeit muß man sich schon nehmen und sicherlich auch das richtige Mischungsverhältnis von Frucht zu Gelierzucker beachten. Aber das war’s eigentlich auch schon. Inzwischen versuche ich, immer ein paar saubere Schraubdeckelgläser parat zu halten, gebrauchte Marmeladen- oder Gurkengläser, die kleinen Pestogläser … Irgendein Altglas ist doch immer übrig, das sich eignet und die richtige Größe hat. Einmal samt Deckeln in der Spülmaschine durchwaschen, Etiketten abknibbeln (nerv!) und nicht vergessen: vor dem Befüllen mit kochendheißem Wasser ausspülen.

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Für etwa sechs Schraubdeckelgläser (je nach Größe) braucht Ihr 1 kg Quitten, geputzt und zu ungezuckertem Mus verarbeitet, 300 gr Kirschen, entsteint, etwas Zitronensaft und 350 gr Gelierzucker 3:1

Aufwendig ist an diesem Rezept tatsächlich nur das Vorbereiten der Quitten. Die Früchte sind schon recht hart, und vor allem das Kerngehäuse lässt sich meist nicht so leicht herauslösen. Ein scharfes Messer mit fester Klinge hilft schon mal sehr bei dieser Arbeit. Ich habe die Quitten ungeschält zerteilt und, wenn sich die Kerne partout nicht herausschneiden lassen wollten, kurzerhand aufrecht hingestellt, um das Fruchtfleisch ähnlich wie bei einer Mango um das Kerngehäuse herum abzuschneiden. Die einzelnen Quittenstücke anschließend erst zu schälen, erschien mir etwas einfacher. War aber vielleicht auch super umständlich? Auf jeden Fall dürft Ihr vor dem Schneiden nicht vergessen, die Früchte mit Küchenpapier abzureiben, um den feinen, haarigen Flaum auf der Schale zu entfernen. Ein Glänzen und ein Strahlen, so leuchtend gelb! Und das riecht … Wenn Ihr genug habt, lohnt es sich sehr, ein oder zwei aufpolierte Früchte einfach mal liegen zu lassen. Ergibt einen 1a natürlichen  Raumduft.

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Aber: die Marmelade! Der Reihe nach:

1. Aus den vorbereiteten, ruhig in größere Stücke zerteilten Quitten ein Mus herstellen. Dazu werden die Fruchtstücke einfach mit etwas Wasser – so viel, daß sie im Topf gerade bedeckt sind – weichgekocht. Das dauert vielleicht 20 Minuten oder eine halbe Stunde. Am Ende der Kochzeit einfach mit dem Kartoffelstampfer zermusen.

2. Während die Quitten noch kochen, die Kirschen entsteinen. Ich hatte noch eine ganze Fuhre aus der diesjährigen Gartenernte eingefroren – da kam dieses Rezept gerade recht!

3. In einem zweiten, größeren Topf Quittenmus und Kirschen vermengen und mit dem Gelierzucker aufkochen. Einige Minuten nach Anweisung auf der Zuckerpackung kochen lassen – sprudelnd –, kurz durchpürieren: Das gibt die schöne, knallige Farbe! Und in die vorbereiteten, heiß ausgespülten Schraubdeckelgläser füllen. Die Gläser auf den Kopf stellen und in Ruhe auskühlen lassen. – Fertig!

Und, welches ist Eure liebste selbstgemachte Marmelade? Diese hier ist schweinelecker – aber ich freu‘ mich immer über Inspirationen und neue Rezepte!

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Ein Gedanke zu „Für mehr Farbe. Marmelade {Quittenzeit}

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