Spätsommerglück {Laubenhausmädchens Kräutergarten}

War das nicht ein schönes Wochenende? Sonntag. Ein richtiger Sonn-Tag!

Ich habe die Sone jedenfalls genossen. Ausgiebig! Wenn das Thermometer an der Laubentür so beharrlich auf die 30-°C-Marke zustrebt – und das am 25. September! –, fällt es mir doch schwer, mich auch nur in Gedanken damit zu befassen, dass der Garten langsam winterfest gemacht werden muss. Geschweige denn, dass ich ein Werkzeug in die Hand nehme … Winter?? Pah! Die Dahlien geben ihr Bestes, sogar die Petunien in ihren Töpfen blühen noch. Da ist der Winter doch noch ganz weit weg! – Hofft das Laubenhausmädchen und freut sich über ein paar Sonnenstunden, vom Sonntag abgezweigt, im Liegestuhl. (Weil, Nachholbedarf! Absolut.)

Und falls Ihr, wie ich, noch Kräuter im Garten oder auf dem Balkon stehen habt, die nicht verwertet sind – also vielleicht getrocknet, zu Pesto und Pasten verarbeitet oder in der Tomatensauce eingekocht –, hätte ich jetzt noch ein schnelles Rezept für Euch. Ein wirklich sehr schnelles! Rezept kann man es fast nicht nennen, denn es besteht nur aus zwei simplen Zutaten: Rapsöl und frischem Estragon.

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Der Estragon gehörte in diesem Jahr zu den Neuzugängen in meinem Kräutergarten und hat sich an seinem Platz im Hochbeet ganz gut gemacht. Duftet wunderbar, dachte ich. Aber was nun damit tun? Hm. Sauce Béarnaise? Der Klassiker. Allerdings: nicht länger haltbar. Müßte sofort auf den Tisch kommen. Während ich darüber so nachdachte und weiter gemütlich durch den Garten schlenderte, fiel mir wieder ein, dass ich vor einiger Zeit in einer Grillrezepte-Sammlung einen Tip zur Herstellung eines einfachenWürzöls aufgeschnappt hatte. Die Zutaten: Estragon und Rapsöl. Die Das wollte ich doch eh mal ausprobieren! – Gesagt, getan. Fünf, sechs lange Zweige abgeschnitten und mitgenommen. Öl sollte ja im Vorrat sein…

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Und wenn ich auch kein großer Grillmeister bin, freue ich mich jetzt darauf, mein Ofengemüse mit diesem Estragonöl zu aromatisieren. (Ofengemüse esse ich im Herbst und Winter sehr gern und sehr oft, mit Rote Bete, Fenchel, Kürbis oder Süßkartoffeln.) Im Salatdressing kann man es sicher auch sehr gut verwenden, vielleicht auch zu Kartoffelsalat, kalt-warm serviert … Och, da hätte ich noch ein paar Ideen! Aber, jetzt erst mal: wie’s herzustellen geht? Ganz leicht. Und schnell, wie gesagt.

Auf fünf, sechs Zweige Estragon kommen etwa 250 ml Rapsöl. Die Zweige waschen, die Blätter abzupfen und mit dem Öl in einen geeigneten Behälter geben. Geeignet für den Einsatz des Stabmixers, denn das ist tatsächlich schon alles: einmal durchpürieren bitte und die Blätter fein zerkleinern, bis das Öl eine appetitliche sattgrüne Farbe angenommen hat. Im Schraubdeckelglas oder in einer kleinen Flasche hält es sich laut Rezeptangaben gekühlt zwei bis drei Monate. Bis Weihnachten etwa? Da ist der Winter doch schon zur Hälfte rum – und das Spätsommerglück um eine ganze, schöne Weile verlängert.

 

 

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