Neues Jahr. – Neues Gartenglück!

16 °C, Sonnenschein – und das Laubenhausmädchen steht im Beet. Der 6. Februar war’s, der sich vielmehr anfühlte wie ein 6. März oder ein 6. April. So angenehm schien es, das wir nach getaner Arbeit sogar noch auf der Terrasse an der Laube sitzen und ein bißchen die Sonne genießen konnten. So hätte ich das jetzt gern jedes Wochenende: bis endlich ganz und richtig Frühling ist, bis die Erbsen sprießen, die Bohnen keimen und der Salat aus dem Boden kommt.

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Wie wäre das schön! – Dauert noch ein bißchen, und es ist auch noch eine ganze Menge zu tun bis dahin. Die Gemüsebeete vorbereiten, Kompost ausbringen, einarbeiten, glätten. Jäten! (Unglaublich, wie das Unkraut doch sprießt, wenn’s nicht friert. Der erste Löwenzahn blühte schon.) Das nehme ich gern als erstes in Angriff, wenn’s wieder losgeht, und überlege mir dabei, wie ich die Flächen in diesem Jahr gestalten will. Denn das steht ja in (fast) jedem Gartenratgeber: Nutze die Zeit im Winter, um für die nächste Saison vorzuplanen. Die beste Zeit sei dafür der Januar, liest man da – verpaßt: bin wohl spät dran! –, und daß man sich am besten noch eine genaue Zeichnung machen solle. Und: Saatgutbestände aus dem vergangenen Gartenjahr auf ihre Tauglichkeit prüfen. Keimprobe: hab‘ ich noch nie gemacht. (Habt Ihr das schon mal ausprobiert?) Bei mir läuft das eher nach dem Motto Viel hilft viel – und wenn dann von 15 Tomatensamen alle 15 keimen, päppel‘ ich die eisern hoch und wundere mich früher oder später über den Dschungel hinter der Balkontür. Wie konnte das nur wieder kommen? – Und wo sollen die Pflanzen denn nur alle hin? Ins Tomatenhaus passen doch allerhöchstens 5, und dann wird’s schon ganz schön eng. (Aussortieren und entsorgen? Das bringe ich nicht übers Herz. Verschenken vielleicht noch.) Die Auswahl der Gemüse läuft meist auch eher intuitiv. Zwischen „Oh, die waren doch im letzten Jahr so köstlich!“ (Kartoffeln) und „Hm, das will ich unbedingt ausprobieren!“ (Gurken) ist alles möglich. Blöd nur, daß die Beetfläche insgesamt tatsächlich nicht allzugroß ist: 15 Quadratmeter vielleicht. Und zu der einen Seite macht uns die dornige, zornige Berberitze das Leben schwer, die da schon immer war und sich an der Stelle auch sehr wohlfühlt. – Merke auf: Wurzelgemüse haben da keinen besonders guten Platz, weil sie zu sehr in Konkurrenz zum Wurzelwerk der Hecke stehen. Soviel haben wir aus den ersten Anpflanzversuchen gelernt. Und zur anderen Seite stehen zwei Brombeeren. Die haben wir selbst dort gesetzt (schön blöd!), und obwohl wir jedes Jahr versuchen, sie in Form zu halten, kann es doch passieren, daß die Brombeerranken zum Beispiel mit den Ausläufern der Stangenbohnen ein beinahe undurchdringliches Gestrüpp bilden. Das sieht wildromantisch aus, und ich mag das auch sehr – aber am Ende der Erntezeit für Ordnung zu sorgen? Beinahe unmöglich. (Da hätte ich im letzten Herbst eine Machete wohl ganz gut gebrauchen können.)

Also doch: strukturiertes Ideensammeln. Und: weniger ist mehr. Vielleicht nicht 3 Reihen à 5 Stangenbohnen, wenn noch Platz sein soll für ein oder zwei Zucchinipflanzen – das Saatgut habe ich aus dem Italienurlaub im letzten Jahr mitgebracht –, für Rübchen, Mangold, eßbare Blüten, für Gurken, Kartoffeln, den Londoner Kerbel… (Ich seh‘ nur grün!)

Neben dem großen Beet hinter der Laube, das für Gemüse vorgesehen ist, pflegen wir ein kleines Hochbeet und einen etwas größeren Beetkasten aus Betonplatten, in dem in den letzten Jahren immer die Kartoffeln gewachsen sind. Die sollen aber in dieser Saison einen neuen, frischen Platz kriegen. (Ich schmeiße gern die schrumpeligen Knollen in die Erde, die wir ohnehin regelmäßig im Vorrat vergessen.) Das Tomatenhaus wird auch umziehen: für Starkzehrer neuer Standort, neues Glück mit weniger ausgelaugter Erde. Und im Sommer auf der alten kleinen Fläche eine Gründüngung, oder so. Das ist die erste logistische Herausforderung: Tomaten und Kartoffeln sollten nicht zu nah beieinander im Beet stehen, um sich, wenn es ein feuchter Sommer wird, nicht gegenseitig mit der Braunfäule anzustecken. (Ich sag‘ immer: Die vertragen sich nicht, sind zu nah verwandt. Daran kann ich’s mir merken.)

Um etwas mehr Ordnung in die Kletternden zu bringen, habe ich schon zwei schlichte Rankgitter aus Holz erstanden, die man einfach in die Erde stecken kann. Erbsen und Gurken an der einen, Bohnen an der anderen Leiter. (Und nicht anders herum, denn, aufgemerkt, Erbsen und Bohnen vertragen sich in der Mischkultur überhaupt nicht. Erbsen und Gurken aber sehr wohl.) – Und apropos Ordnung, nicht zu vernachlässigen ist zum Beispiel auch die Frage, wie man die Wegplatten und Trittsteine auf der Beetfläche auslegen sollte, um weder den Pflanzen zuviel Raum zu nehmen (die sollen ja an ihrem Platz gut wachsen können), noch sich selbst bei der Arbeit zu behindern. Ich überlege mir das jedes Jahr wieder neu und arrangiere gern drei mal um, probiere aus und teste: komme ich beim Jäten mit meiner Harke noch gut überall hin? (Da bin ich nämlich recht eigen: mit dem Gummistiefel am Fuß ins frisch gelockerte Beet treten, das geht überhaupt gar nicht. Da muß sofort nachgeharkt werden.)

Jedenfalls werde ich Euch sicher auf dem laufenden halten. Was passiert in Laubenhausmädchens Garten? Ich bin selbst ganz gespannt. Und vielleicht könnte noch jemand den Dauerregen abstellen, damit ich endlich, endlich richtig loslegen kann? Ich würde mich so freuen!

 

 

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