Verliebt in: Pisa. {Laubenhausmädchen verreist}

Italien, Leute. Italien! Ihr wißt. Das Laubenhausmädchen war verreist. Drei Wochen sollen wir nun schon wieder zu Hause sein, sagt der Kalender. Mein Kopf fragt – war’s  nicht erst gestern? In Gedanken bin ich noch da, in der Toskana, und habe noch den Duft der Zypressen in der Nase, erinnere mich an das gute Essen, den Wein, an unser Leben im Dorf…

Und weil’s mir dort so sehr (sehr, sehr!) gefallen hat, möchte ich Euch heute mitnehmen auf einen kleinen Spaziergang durch Pisa. – Wir sind ja nicht nur im Dorf geblieben (der Freund und ich), wir haben uns auch vieles angeguckt, sind mit dem Auto hierhin gefahren und dorthin. Über Pisa stand im Reiseführer zu lesen, daß die Stadt wohl nicht viel zu bieten habe. Nur die Piazza dei Miracoli, die sollte natürlich jeder Toskanareisende gesehen haben. Hm ja, naja! – Das hat mich gleich für die Stadt eingenommen: Laubenhausmädchen war Team Pisa. Klar! Und neugierig geworden.

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Ein sonniger Donnerstag Anfang Oktober also. Früh los, im Auto, nicht über die Autobahn, sondern über die Landstraße: den Ausblick genießen ins wunderbare Grüne, langsam ankommen. Einen Parkplatz kriegten wir noch außerhalb der Doppelt-so-teuer-Zone. Glück gehabt, am Lungarno Guadalongo war noch ein Stellplatz frei. (Die Doppelt-so-teuer-Zone – später stellten wir fest, je weiter man in die Stadt reinfährt, umso mehr kostet das Parken. Und ohnehin hat man ja als Tourist auch nur eingeschränkte Einfahrerlaubnis, ähnlich wie in Florenz. Das war jedenfalls mein Eindruck, ich weiß nicht, ob das wirklich so ist. Wir wollten das aber auch nicht ausprobieren.)

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Dann: zu Fuß weiter, immer der Nase dem Fluß nach. Der Arno geleitete uns an den Mauern der alten Festung entlang und einmal links ums Eck. So schön! Die alten Häuser, der Blick auf die Stadt… Ich hätte mich auch einfach nur dort irgendwo am Wasser in die Sonne setzen und gucken können. Gucken, gucken, gucken – und nicht genug kriegen von der Atmosphäre dieser alten Stadt. Ein bißchen heruntergekommen ist Pisa schon. Aber so charmant! Und so schön! Das Laubenhausmädchen war tatsächlich gleich hin und weg. So viel gab’s zu entdecken!

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Der erste Weg führte zum Palazzo Blu, einem alten Stadtpalast aus dem 14. Jahrhundert. Heute ist das Gebäude perfekt restauriert und zeigt wechselnde Kunstausstellungen. In den oberen Räumen des Hauses bekommt man einen Eindruck vom Leben der wohlhabenden Pisaner vor 150 Jahren (geschätzt), mit Möbeln und prächtigen Einrichtungsgegenständen aus der Zeit. Die Gemäldesammlung im Palazzo Blu (Lungarno Gambacorti, 9 – geöffnet Dienstag bis Freitag 10–19 Uhr, am Wochenende bis 20 Uhr – der Eintritt ist frei) geht tatsächlich zurück bis ins 14. und 15. Jahrhundert.

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Weiter über den Fluß, in Richtung des Schiefen Turms. Unterwegs stärkten wir uns bei einem kleinen Picknick mit Panini* aus der Panetteria La Spiga d’Oro (Via Roma, 2) und einer erfrischenden Aranciata: Eine Parkbank fanden wir auf dem Campus der alten Universität, an deren Gebäuden man ohnehin entlangkommt. Das hat Stil! – Je näher wird der Piazza dei Miracoli kamen, um so lauter und voller wurde es. Hier steckten also die Touristen alle! Hätte man sich ja denken können. Und was für eine Schau das war! Stunden hätte ich damit verbringen können, die Leute beim Fotografieren zu beobachten. Solche Verrenkungen!** Das machte Spaß. Es waren allerdings auch so viele vor uns da, daß wir uns gar nicht mehr für Karten angestellt haben – da hätte man sicherlich lange warten müssen. Und sehr beeindruckend ist der Platz auch so. Allein wie die Gebäude in der Sonne leuchten! Das fand ich so schön.

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Auf dem Weg zurück zum Auto sind wir dann eine andere Strecke gegangen, um noch mehr von der Stadt zu sehen (das Flußufer von der anderen Seite). Eine kleine Kaffeepause mit süßer Begleitung mußte noch sein, bevor wir fuhren, das gehörte bei jedem Ausflug dazu. Wir mußten ja alles probieren! Und ach, diese kleinen Schokoladentörtchen, und die Schweinsöhrchen… Seufz. (Auch davon träume ich heute noch.) Und einen Besuch in Pisa kann ich Euch wirklich nur wärmstens ans Herz legen! Mir hat es da nämlich richtig gut gefallen. (Richtig gut.)

 

*Große Panini-Liebe! Aber davon erzähle ich Euch vielleicht noch ein andermal.

**Das Laubenhausmädchen hat sich natürlich dann doch auch in die Menge gewagt. Wer bin ich wohl?

 

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3 Gedanken zu „Verliebt in: Pisa. {Laubenhausmädchen verreist}

  1. ich war ja vor einigen jahren auch in der toskana. verliebt habe ich mich dort in das kleine städtchen lucca. von pisa war ich tatsächlich nicht so begeistert.

Hinterlaßt gern eine Nachricht für mich. Habt aber bitte etwas Geduld, wenn ich nicht gleich dazu komme, Eure Kommentare zu veröffentlichen oder zu beantworten.

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