Grüne Glückseligkeit. – Sträußchen!

Karneval? Kräuterernte! – Hier hatte ich Euch ja im Frühjahr schon von meinem kleinen Kräutergarten berichtet. So lange hin erschien es mir zu der Zeit noch, bis ich das erste Mal würde ernten können… April war’s wohl und noch recht frisch.

Die Verjüngungskur haben die Pflanzen jedenfalls gut vertragen, und auch das Fahrstuhlwetter der letzten Wochen – heiß oder kalt, sonnig und trocken oder dunkel und total verregnet – scheint ihnen nicht viel auszumachen. (Wie auch immer sie das schaffen, ich kann mich nur noch wundern. Dieser Tage ja schon wieder: ein „stabiles Regenband“ über Nordrhein-Westfalen. Sagt’s doch, wie es ist, liebe Wetterleute: Es hört erst gar nicht auf zu regnen! – Kleingärtners Nerven liegen blank.)

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Der Hochsommer ist die beste Kräuterzeit. Aroma und Würzkraft sind jetzt am ausgeprägtetesten – ein guter Anzeiger für den geeigneten Erntezeitpunkt ist die Blüte, habe ich gelernt: wenn die ersten Knospen gerade aufgehen, oder kurz vorher. Darauf zu achten, lohnt sich.

Man schneidet am besten nur ganze, längere Zweige, bindet sie zu Sträußen und hängt sie an einem trockenen, warmen und gut hinterlüfteten Ort zum Trocknen auf. Dann: Gut durchtrocknen und die Sträuße nicht zu groß werden lassen, damit die Zweige gleichmäßig abtrocknen können und nicht vielleicht doch noch eine Restfeuchte in den Zweigen bleibt – das wäre ja zu schade. (Dann käme der Gammel.)

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Außer einer scharfen Gartenschere und etwas Bindegarn braucht es für die Ernte nicht viel. Im Gartencenter und anderswo könnt Ihr spezielle Kräutertrockner kaufen. Ich habe mir in diesem Jahr mit ein paar alten Drahtkleiderbügeln beholfen, warum auch nicht? – Die provisorischen aus der Reinigung, die man immer irgendwie aufhebt, aber doch nie wirklich benutzt… Davon hatte ich noch ein oder zwei im Schrank hängen. Jetzt haben sie eine neue Aufgabe bekommen und halten meine Kräutersträuße. Oregano, Bohnenkraut und Pfefferminze: Die ganze Wohnung duftet danach! (Köstlich.)

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Bis die Sträuße ganz getrocknet sind, dauert es noch ein paar Tage. Dann kommt erst die echte Pfriemelei… Die getrockneten Blätter streife ich dann von den Zweigen ab, mit der Gabel, und sammele sie in sauber ausgespülten, beschrifteten Vorratsgläsern. Dunkle Gläser sind besser, darin können die getrockneten Kräuter lichtgeschützt aufbewahrt werden und halten ihr Aroma länger. (Bis zur nächsten Ernte. Auf die ich mich jetzt schon freue.)

Und, welches ist Euer liebstes Würzkraut?

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3 Gedanken zu „Grüne Glückseligkeit. – Sträußchen!

  1. Oh wie schön! Ich glaube, das mache ich auch mal, denn ich habe u.a. ganz viel Currykraut. Das ist doch bestimmt auch ganz gut zum Trocknen?!
    Liebe Grüße, Kirsten

    • Hallo Kirsten! Currykraut kannst Du genauso trocknen wie alle anderen Kräuter. 🙂 – Ich hab’s extra noch mal nachgelesen und überlege jetzt schon, ob ich nicht bei uns im Garten auch noch ein Plätzchen dafür finden kann… Das klingt nach einem köstlichen Gewürz! Liebe Grüße vom Laubenhausmädchen

  2. Pingback: Lieblingsfarbe: Grün {Laubenhausmädchens Kräutergarten} | Laubenhausmädchen

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