Kuchen zum Abendessen. Süß-Herzhaftes aus dem Ofen

Der Sommer ist zurück! Beinahe hätte ich schon eine Vermißtenanzeige aufgegeben. Nach dem Regen war die Hitze war der Regen… Wochenlang (so kam es mir vor). Aber jetzt! Aber jetzt – ist die Sonne wieder da. Und liebe Gäste bringt sie mir in den Garten: Die Blogowskis kommen! Heute, zum Stammtisch. Auf unsere Terrasse! – Oh ha.

Große Ehre für das Laubenhausmädchen! Und eine wunderbare Gelegenheit, das großartige Kochbuch von Nicole Stich – ihren Reisehunger* – wieder mal zur Hand zu nehmen. So viele Rezepte! Und so viele Gelegenheiten, mit allen Sinnen der Reiseroute der Autorin zu folgen… (– Seufz.) Heute nehme ich Euch mit nach Athen. (Steht auch auf der Liste, übrigens.)

Ein Brot wollte ich backen, als kleine Beilage zum Grillen. Da war doch dieses griechische! Ja, das Brot, das eigentlich (in Wahrheit) ein herzhaft gewürzter Kuchen ist. – Macht das was? Nö, oder. In Griechenland ißt man ihn wohl hauptsächlich zum Frühstück. Warum dann nicht genausogut zum Abendbrot? Möglichkeiten zu variieren gibt es viele, beim ersten Versuch – jetzt – habe ich mich aber ans Grundrezept gehalten.

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Der Kuchen (das Brot) wird in der Kastenform gebacken. Für eine Form braucht Ihr 50 gr Hartkäse (Pecorino oder Parmesan, wenn ein griechischer Käse nicht zu kriegen ist), 75 gr Feta, 75 gr eingelegte Paprikaschoten, 100 gr durchwachsener Räucherspeck in Scheiben (oder Schinkenwürfel – etwas magerer), 10 schwarze Kalamata-Oliven (entsteint), 3 Anchovisfilets (in Öl), 3 Eier (Größe M oder L), 75 ml mildes Olivenöl, 1/8 Liter Milch, 250 gr Mehl (Type 550), 2 TL Backpulver, 1 Prise Zucker, Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer.

Backzeit 45 min. bei 200 °C im vorgeheizten (!) Ofen.

Zuerst die Kastenform mit Butter ausstreichen und sorgfältig mit Mehl bestäuben. Als nächstes den Hartkäse reiben und den Feta grob zerkrümeln. Die Paprika abtropfen lassen und klein würfeln. Die Speckstreifen ebenfalls in kleinere Stücke teilen. Oliven und Anchovisfilets in feine Scheiben schneiden.

Dann die Eier in eine größere Schüssel geben und mit den Quirlen des Handrührgeräts aufschlagen (nur kurz!), das Olivenöl untermischen und Milch, Mehl sowie das Backpulver zugeben. Alles zu einem glatten, eher zähflüssigen Teig verarbeiten. Schließlich die vorbereiteten Zutaten gleichmäßig darin verteilen – mit dem Eßlöffel – und mit Zucker, Salz und Pfeffer würzig abschmecken.

Den Teig in die vorbereitete Form geben und auf mittlerer Schiene goldbraun backen (40–45 Minuten). Gegen Ende der Backzeit mit Backpapier abdecken, falls der Kuchen zu dunkel wird. – Aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten in der Form abkühlen lassen und später auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Und: genießen!

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Ich bin so gespannt, wie’s schmeckt… (Duftet jedenfalls köstlich, das Kuchen-Brot. Der Brot-Kuchen.) Und beim nächsten Mal nehme ich statt Speck und Fisch vielleicht einfach ein paar Kräuter und gegrilltes Gemüse dazu. Oder probiere doch eine ganz süße Variante mit Trockenfrüchten und Nüssen? (Oh, oh – Aprikosen! Pfirsiche! Hm. Paßte vielleicht zu Ziegenkäse.)

Und, was wäre Eure Variante?

 

*Nicole Stich, Reisehunger. Erschienen bei Gräfe und Unzer 2015, 238 Seiten mit vielen wunderbaren Fotos, Rezepten, Reisetips und Register. – Ich hab’s zum Geburtstag geschenkt bekommen. (Und rühre die Werbetrommel ganz freiwillig, weil ich das Buch so wunderbar finde.)
Mehr Rezepte von Nicole Stich findet Ihr auf ihrem Blog: delicious:days

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6 Gedanken zu „Kuchen zum Abendessen. Süß-Herzhaftes aus dem Ofen

  1. Yummy, das sieht super lecker aus! Ich freu mich schon auf einen lustigen Abend in deinem Garten 🙂 So toll, dass wir bei dir einkehren dürfen!
    Liebe Grüße, Kirsten

  2. Oh, das sieht ja toll aus – und weckt große Sehnsüchte nach Griechenland (wo es leider in diesem Jahr schon wieder nicht hingeht)! Optimal für´s nächste Grillen, wird vorgemerkt. Und ich nehm auch gleich nochmal „Reisehunger“ zur Hand, mit dem ich bisher ja leider noch nicht ganz warm geworden bin. Keine Ahnung, woran das liegt, aber vielleicht wird es ja noch „Liebe auf den zweiten Blick“.

    Grüße in den Garten
    von Diana

    • Bei mir war’s eindeutig Liebe auf den ersten Blick, ich würde einfach so gern immer gleich meine Koffer packen, wenn ich das Buch zur Hand nehme (und in Griechenland war ich schon viel zu lange nicht mehr)!
      Liebe Grüße nach Köln vom Laubenhausmädchen – und viel Spaß beim Backen! 🙂

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