Laubenhausmädchen wünscht sich den Sommer herbei. Mit Paprika

Mein rechter, rechter Platz ist frei, und ich wünsche mir – den Sommer herbei! Funktioniert bestimmt. Oder? Oder?? Man. Immer noch naß draußen… Der Garten freut sich, ja. Vielleicht. Aber ich nicht. Lange mache ich das nicht mehr mit. Regen, Regen, Regen. Bringt Segen? Bringt Ungeduld.

Und: Sonne in Laubenhausmädchens Küche. Mit einem Gericht, daß ich in den Rezepten für einen italienischen Sommer fand: Gefüllte Sommerpaprika, peperoni ripieni d’estate. Das Buch ist in der deutschen Ausgabe 2013 bei Edel in Hamburg erschienen. 400 Seiten mediterrane Köstlichkeiten! Und so schön, ich durfte den Wälzer aus der viel-viel-bändigen Kochbuchbibliothek ausleihen, die von meinen lieben Kolleginnen im Nachbarbüro gehegt und gepflegt wird. (Seufz.)

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Für sechs Portionen braucht Ihr: 1 Aubergine (gewürfelt), 2 in Salz eingelegte Sardellen (filetiert, abgespült und abgetropft), 2 Eßlöffel Olivenöl und etwas Olivenöl zum Einfetten, 150 gr Gruyère (oder anderen würzigen Käse), 100 gr Oliven (entsteint und in Scheiben geschnitten), glatte Petersilie (gehackt), eine gute Handvoll Basilikumblätter (gehackt), 3 Tomaten (Achtung: geschält, entkernt, gewürfelt), 2 kleine Kartoffeln (gewürfelt), 1 Eßlöffel Kapern (abgetropft und abgespült), Oregano (frisch oder getrocknet), 6 grüne Paprika, Salz und Pfeffer.

1. Die Aubergine würfeln, die Würfel in ein Sieb geben und großzügig salzen. Etwa eine halbe Stunde abtropfen lassen und in der Zwischenzeit die Sardellenfilets hacken. (Ich habe Filets aus der Konserve genommen – fangfrisch war aus. Ging aber auch gut.)

2. Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Eine Auflaufform mit Olivenöl einfetten, die Form beiseite stellen. Dann Käse (ich habe einen einfachen Bergkäse verwendet, Parmesan oder vielleicht ein Taleggio wären aber sicherlich auch ganz schmackhaft), Oliven, Petersilie und Baslikumblätter, Tomaten und Kartoffeln in einer großen Schüssel vermengen.
Die Aubergine kurz abbrausen, mit etwas Küchenpapier abtrocknen und mit Sardellen, Kapern und Oregano unterheben. (Ein Tip: Gesalzene Kapern sind so viel aromatischer als die üblichen eingelegten – ich steh‘ da total drauf. Man sollte die kleinen Knospen nur gründlich abspülen und entsalzen, bevor man sie verwendet.)

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3. Von den Paprika die Kappen mit Stiel abschneiden, die Kappen als Ganzes beiseite legen und die Kerngehäuse vorsichtig aus den Früchten lösen.

4. Zum Schluß die Gemüse-Fisch-Fülle in die Paprika geben, jede mit etwas Olivenöl beträufeln und die Deckel vorsichtig aufsetzen. Die Paprika in die vorbereitete Auflaufform setzen – und ab damit in den Ofen: für etwa eine Stunde. Wenn ein wunderbarer Sommerduft sich in der ganzen Wohnung verbreitet, sind sie fertig.

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Ihr könnt die Paprika kalt oder warm genießen, köstlich sind sie allemal. Wir hatten einfach nur Brot dazu, ein einfacher grüner Salat, vielleicht mit ein bißchen Radicchio, paßt sicher auch sehr gut.

Italien im Sommer – an welches Rezept denkt Ihr als erstes?

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4 Gedanken zu „Laubenhausmädchen wünscht sich den Sommer herbei. Mit Paprika

  1. Italien im Sommer? Da fällt mir als erstes leider kein Rezept ein sondern einfach nur „Eis“. Muß auch nicht in Italien sein, die italienische Eisdiele bei uns in der Stadt, die seit zwei oder drei Generationen von der gleichen Familie betrieben wird, reicht da auch. Den Sommer wünscht Du Dir nicht alleine herbei, ich wünsche kräftig mit.

    Kann ich auch gut (oder erst recht!) bei Regenwetter genießen 😉

    • Ich habe ja beim Gedanken an Italien meist als erstes den Duft von reifen Tomaten in der Nase… Hhmmm. (Seufz.) Gibt’s in Eurer Eisdiele vielleicht Tomatensorbet? 😉 Genieß den sonnigen Abend! Liebe Grüße!

  2. Yummy! Gefüllte Paprika mache ich auch oft, am liebsten mit einer Gemüse- Kräutermischung und Quinoa oder Reis. Sardellen sind nicht so meins, aber der Rest ist super 😉 Wenn ich an Italien und Sommer denke, fällt mir als erstes Eis ein 🙂
    Liebe Grüße, Kirsten

    • 🙂 Also, diese schmecken ganz bestimmt auch ohne Fisch — im Grunde dienen die Sardellen ja nur der Würze, die man sicher auch mit etwas mehr Kapern und Käse erreichen kann. Und mehr Käse ist ja immer gut! Oder? Liebe Grüße!

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