Pflanztag – im Gemüsebeet

Wir haben gepflanzt! Und gesät! Das Gemüsebeet ist bestellt, zur einen Hälfte jedenfalls. Und in dem kleinen Hochbeet, zwischen Himbeeren und Berberitze, schlummern endlich die Kartoffeln.

Im April ist ja immer viel zu tun – zum ersten Mal im Jahr wird wieder der Rasen gemäht, zwischen den Stauden wird aufgeräumt, in den Beeten das gerade gewachsene Unkraut herausgerissen (ich zupfe nicht, ich rupfe) und Neues gepflanzt… Und im Gemüsebeet: wird ausgesät!

Da wir bei uns im Garten keinen Frühbeetkasten oder Folientunnel oder etwas ähnliches haben,  warten wir mit dem Säen immer ein paar Tage länger. Eine Geduldsprobe meist – aber das Warten lohnt sich! Vor allem, wenn dann so sonnige Tage kommen wie zuletzt. Und ich meine, 20 Quadratmeter Beetfläche nach dem Winter wieder fit zu machen, ist ja auch eine Aufgabe… Und keine kleine! Wir hatten im Herbst schon den Spaten geschwungen und gekalkt, weil der Boden wohl zu sauer war, und nun mußte also noch einmal umgegraben werden – diesmal etwas weniger grobschollig –, um die Erde wieder aufzulockern. Als kleine Düngegabe vor dem Säen haben wir dann noch frische Komposterde untergeharkt – „eingewieselt“ mit dem Gartenwiesel. (Das beste Werkzeug überhaupt für derlei Arbeit. Drei Räder, die fast von selbst laufen, wenn man sie nur ein bißchen anschiebt, und noch die größten Erdklumpen in kleine, feine Krümel zerkleinern.)

Gemüsebeet_1

Kompost mögen auch die Kartoffeln. Über den Winter hatte ich im Hochbeet schon einiges an Grünschnitt gesammelt, der darin verrotten sollte – wie als zusätzliche kleine Wärmepackung. Jetzt kam also noch eine ordentliche Ladung Komposterde obenauf. Pflanzkartoffeln habe ich nicht extra gekauft (das lohnte sich auf der kleinen Fläche kaum). Stattdessen habe ich wieder die verschrumpelten Knollen aus dem Vorrat verwertet, die ohnehin schon so vorgekeimt hatten, daß sie für den Kochtopf nicht mehr wirklich in Frage kamen – fürs Beet dafür um so mehr.

Gemüsebeet_2

Mit der Hacke habe ich zwei etwa handbreite, recht tiefe Pflanzreihen gezogen und die Kartoffeln mit dem Keim nach oben hineingesetzt – vier in einer Reihe mit je etwa 15 Zentimeter Abstand. Die Pflanzreihen habe ich dann reichlich mit Erde bedeckt, damit die Tochterknollen – die kleinen, frischen Kartoffeln – bis zur Ernte möglichst nicht aus der Erde herauswachsen. (Sonnenlicht ließe sie grün und ungenießbar werden.) Und weil ich vorher gelesen hatte, daß Koriander im Kartoffelbeet gut für das Wachstum der Pflanzen wäre, habe ich zwischen den Pflanzreihen noch etwas von dem Gewürz ausgesät. – Ob sich die Keimlinge auch als Korianderkresse verwenden lassen?

Gemüse haben wir dann auch noch gesät: Pastinaken zusammen mit Möhren, Erbsen zusammen mit Radieschen und Mairübchen zusammen mit Mangold – in mehreren Reihen und jeweils abwechselnd.

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Auf den Samentütchen finden sich ja auch immer Angaben dazu, welche Gemüsepflanzen einander gute Nachbarn im Beet sind – etwa weil sie einen ähnlichen Nährstoffbedarf haben, weil sie sich im Wachstum eher begünstigen als behindern oder weil sie eine für die andere Schädlinge abwehren, Fliegen zum Beispiel. So haben wir also die Reihen sortiert – schnurgerade mit dem Sauzahn gezogen (dem, Achtung, einzinkigen Bodenkultivator: nach dem Wiesel, siehe oben, das meistgenutze Werkzeug in unserem Gemüsebeet).

In der Hoffnung, daß es die Schnecken von ihrem Weg ins Gemüse ablenkt, habe ich außerdem zwischen den Aussaatreihen Kapuzinerkresse, Ringelblumen und Tagetes gesät – deren Blüten wohl einen so unangenehmen Geruch verströmen, daß die Gemüsefliege sich nicht in ihre Nähe trauen soll. Ob das wirklich so kommt? Ich bin gespannt! (Und werde meine Nase mal dranhalten – an die Blüten.)

Ein bißchen Platz haben wir jetzt noch im Beet für die Bohnen, auf die ich mich jedes Jahr wieder so freue. Und – was ist Euer Lieblings-Gartengemüse?

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2 Gedanken zu „Pflanztag – im Gemüsebeet

  1. Bei Tagetes muß ich immer an meinen Vater denken, der kann den Geruch von den Dingern nicht ausstehen. Allerdings war er auch der Meinung dem Problem mit dem Schnecken im Salat beikommen zu können indem er sich Laufenten angeschafft hat. Die fressen allerdings nicht nur Schnecken, die stehen auch auf Salat … Allerdings sind diese Enten gute Wächter, da kommt keiner mehr heimlich auf das Kleingartengelände 😉

    • Oh ha – riechen Tagetes tatsächlich so extrem? Da bin ich ja mal gespannt… Wenn’s hilft, halte ich mir ja gern die Nase zu. 😉 In diesem Jahr habe ich ja noch kaum Schnecken bemerkt. (Toitoitoi!) Vielleicht, weil es doch vergleichsweise trocken war. Oder weil wir die Kruschtelecken unter der Berberitze aufgeräumt haben… Mal beobachten!

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