K – wie Korianderkresse

Man darf mich nicht alleine in den Gartenmarkt lassen. Erstens: Ich brauche jedesmal Stunden. Kann sein, daß ich nur einen Sack Gartenkompost besorgen will – geht ja schnell, das mach‘ ich noch eben nach der Arbeit. Und dann gondel‘ ich doch erst noch wieder bei den Pflanzen rum und möchte am Ende gleich den ganzen Laden leerkaufen.

Oder, zweitens: Ich bringe kuriose Dinge mit. So wie neulich, als ich eigentlich bloß ein paar Narzissen und vielleicht noch Hornveilchen für den Balkon kaufen wollte, es schien ja die Sonne und der Winter sollte vorbei sein. Was nehme ich mit? Tausend andere Sachen. Und: Korianderkressesaat. Im Beutel. Der steht jetzt seit drei Wochen am Fenster in der Küche – und es keimt tatsächlich was. Und nu? – Ein Rezept, ein Rezept!

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Asiatisch inspiriert soll’s werden.  Ein Paket Udon-Nudeln (250 gr) war noch im Vorrat. Dazu besorge ich noch etwas Rindfleisch (300 gr für zwei Personen), ein paar Möhren, eine kleine Zucchini, eine Salatgurke. Das Fleisch haben wir über Nacht mariniert und dafür zunächst in feine Streifen geschnitten. Für die Marinade haben wir neben Sojasauce, einem Schuß Öl und etwas Essig vor allem feingehackten Ingwer und Chili verwendet. Knoblauch ließe sich noch ergänzen, ebenfalls feingehackt, und vielleicht das ein oder andere Gewürz, wie man’s gerade mag.

Das Gemüse habe ich mit dem Julienne-Schäler geschnitten. (Das erfordert, wie ich jetzt weiß, ganz schön Geduld. Und Fingerfertigkeit. Sah immer so einfach aus – ist es aber gar nicht. Jedenfalls nicht für Grobmotoriker wie mich. Das Gerät ist aber auch erst kürzlich in unsere Küche eingezogen. Vielleicht muß ich noch üben.)

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Jedenfalls braten wir zuerst das Fleisch mit etwas Öl in der Pfanne an. Das dauert nur ein paar Minuten, dann nehmen wir’s wieder raus und stellen es warm. Das Fleisch tauscht den Platz mit den Möhren- und Zucchini-Streifen, die nur einmal kurz durchgeschwenkt werden müssen – oder auch länger gedünstet werden können, je nach Geschmack (oder wie bißfest sie geraten sollen). Das Fleisch geben wir dann wieder zum Gemüse  und mit ihm noch einen guten Schuß Sojasauce in die Pfanne. In der Zwischenzeit kochen die Nudeln in (ungesalzenem!) Wasser in etwa zehn Minuten gar.

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Und ganz am Ende, schon auf dem Teller, garnieren wir mit ein paar Gurkenstreifen, nebenbei noch kurz ohne Fett angeröstetem Sesam – und ein paar Blättern Korianderkresse. Sie bringt tatsächlich die koriandertypische Frische und einen Geschmack, der zu den Gewürzen aus der Marinade perfekt paßt, schmeckt aber – zu meinem Glück – nicht ganz so intensiv wie der ausgewachsene Koriander. (Den ich nämlich gar nicht so gern mag. Außer in Sommerrollen. Oder in einer scharfen Reisnudelsuppe.)

Und, was fällt Euch bei Korianderkresse so ein?

 

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Ein Gedanke zu „K – wie Korianderkresse

  1. Pingback: Pflanztag – im Gemüsebeet | Laubenhausmädchen

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