Frühling hinterm Fenster

Darauf freue ich mich seit Wochen. Die erste Aussaat, das heißt für mich, der Frühling ist da – und der Sommer kann kommen. Wenn es draußen auch noch viel zu kalt ist und regnet und die Sonne sich kaum sehen läßt, das halte ich nun auch noch aus… Meine Gartenzeit beginnt jetzt, hinterm Südfenster am Balkon, wo ich jedes Jahr wieder die Aussaatschalen hinstelle. Tomaten, Tomatillo, Paprika und Auberginen ziehe ich selbst vor.

erste aussaat

Saatgut gibt’s in jedem guten Gartenmarkt zu kaufen. Vieles findet sich (wo sonst?) auch im Internet. Meine Auberginensamen – ich wollte die ‚Slim Jim‘, über die ich gelesen hatte, daß sie so schön gefärbte, lange und schmale Früchte bildet und sich vor allem im Topf auf der Terrasse ziehen läßt – habe ich zum Beispiel hier bestellt: Deaflora

Auf der Einkaufsliste außerdem: ein Beutel torffreie Aussaaterde. Als Gefäße eignen sich die kleinen Pflanztöpfchen aus Ton, Quelltöpfe, die bereits mit Erde gefüllt sind, oder flache Schalen mit wenigstens einem Abflußloch. Ich verwende Aussaatplatten aus Holzfaser, die sich, wenn die Sämlinge in ein größeres Behältnis umziehen oder das Gemüse ausgepflanzt wird, einfach zerteilen und mit in die Erde setzen lassen. Sie lösen sich mit der Zeit auf – das erleichtert die Arbeit und spart auch noch Abfall. Eine gute Möglichkeit übrigens, die vielen kleinen Plastiktöpfchen zu recyclen, die man im Gartenmarkt jedes Frühjahr wieder mit den Osterglocken und den Hornveilchen erwirbt: sie einfach für die Aussaat als Gefäße zu verwenden.

Die Töpfchen fülle ich locker bis zum Rand mit der Erde. – Das Werkzeug der Wahl: ein alter Eßlöffel, so geht auf jeden Fall weniger daneben, wenn ich den Tisch in der Küche zum Pflanztisch umfunktioniere.

erste aussaaterste aussaat

Als nächstes drücke ich die Erde ganz leicht an und gebe mit der Blumenbrause noch einen ordentlichen Schuß Wasser drüber. Und dann wird gesät: Die feinen Körner auszubringen gelingt leicht, indem man ganz sachte hinten auf das Samentütchen klopft. (Das, gebe ich zu, braucht vielleicht ein bißchen Geduld.) Die Saatkörner sollten nicht zu dicht beieinander in der Erde landen, denn wenn sie Platz haben, entwickeln die Sämlinge sich besser. Sie werden am Ende noch mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt. Profis nehmen dafür ein Gartensieb mit feinen Maschen. Ich nehme einfach ein bißchen Erde vom Löffel in die Hand und streue sie vorsichtig aus – das ist bis jetzt auch noch nie schiefgegangen…

erste aussaat

Um die Übersicht zu behalten, markiere ich außerdem die Aussaat. Weil ich die kleinen Pflanzetiketten aus Holz vom letzten Jahr  so schnell nicht wiederfinden konnte, habe ich eben ein bißchen improvisiert und Eßstäbchen genommen (die einfachen, die man im Asia-Imbiß mit jeder Mahlzeit bekommt und doch nie wegschmeißt: sie zu sammeln lohnt sich) und mit kleinen gelben Klebezettelchen versehen. Das sollte halten, zumindest, bis die Saat gekeimt ist und man erkennen kann, was was ist. Wenn das alles geschafft ist, bleibt nur noch, täglich zu prüfen, ob vielleicht ein bißchen gegossen werden muß. Die Erde in den Töpfchen sollte auf keinen Fall zu trocken werden.

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Ein Gedanke zu „Frühling hinterm Fenster

  1. Pingback: Warten auf den Frühling {Aussaat} | Laubenhausmädchen

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