Nuß-Banane: perfekte Kombi. Banana Pecan Scones

Sommer? – Herbst? – Halb noch das eine, halb schon das andere? Mir doch egal! Solange die Sonne nur scheint und es so wunderbar warm ist wie in den letzten Wochen. Viele Mittagspausen habe ich mit den Lieblingskolleginnen lichthungrig draußen verbracht und es genossen, daß ich auch abends noch lange draußen sitzen konnte. Ohne Jacke! Wenn es jetzt auch merklich früher dunkel wird, waren die Temperaturen ja wirklich angenehm. Ich mag diese Spätsommerzeit: sonnig und warm mit nur einem Hauch Herbst in der Luft – wie im Süden, wenn man Ende September verreist, um den Sommer zu verlängern. Kennt Ihr, oder? Ich liebe das! Absolut. Und freue mich so, daß das in diesem Jahr sogar zu Hause haben konnte!

Denn den Sommer verlängert haben wir in der Tat bei vielen Gelegenheiten. Am vergangenen Wochenende zum Beispiel, als eine liebe Freundin zum Picknick im Innenhafen in Duisburg eingeladen hatte. Die Wiese am Spielplatz? Die vielen Picknickdecken? Lampions im Baum? Das große Essen? – Ja, das waren wir. (Habt Ihr mich kreischen gehört? Nie im Leben bin ich auf einer steileren Rutsche gerutscht. Senkrecht! Die Achterbahn auf der Cranger Kirmes ist nichts dagegen. Ungelogen!)

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Laubenhausmädchens Beitrag zum Picknick jedenfalls: köstliche kleine Scones, mit Banane und Pecan-Nüssen. Die wollte ich eh schon länger mal backen – seit ich im Frühjahr während meiner USA-Reise gelegentlich Scones zum Frühstück aß. Selbst gebacken waren die zwar nicht, glücklich gemacht haben sie mich trotzdem: Hafer-Rosine, Blaubeere oder eben, typisch für den Süden, Pecan-Nuß. In Kombination mit Banane echt super lecker, sehr sättigend und fast ein bißchen wie das Wetter der vergangenen Wochen: sommerlich-fruchtig, gleichzeitig herbstlich-nussig. (Dazu ein Kaffee aus der kleinen Maschine auf dem Hotelzimmer und der Zimmerservice Marke Eigenbau war perfekt: bed and breakfast! Die leckersten Scones gab es – fand ich! – tatsächlich in der Bäckerei des Whole-Foods-Supermarkts in Richmond, Va.)

Und siehe da, das Rezept ist ganz einfach*. Nur die Pecan-Nüsse, die waren wirklich schwer zu finden. Drei Supermärkte in der Stadt mußte ich abklappern, bis ich an ein Beutelchen kam. Hätte ich das gewußt! Hätte ich Nüsse mitgebracht.

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Für zwölf kleine Scones braucht Ihr 1 Cup Vollkornmehl, 1 Cup weißes Mehl, 1/4 Cup dunklen Muscovado– oder Roh-Rohrzucker, 1 El Backpulver, 1/2 Tl Salz, 5 El eiskalte Butter, 1 große, reife Banane, 1/2 Cup Sahne und etwas Sahne zum Bestreichen der Scones, Rumaroma, 1/3 Cup Pecan-Nüsse, in der Pfanne geröstet und gehackt, 1–2 El braunen Zucker, einige ganze Pecan-Nüsse

Backzeit – im vorgeheizten (!) Ofen (ca. 180 °C) = 20 bis 30 Minuten, mittlere Schiene; Achtung: amerikanische Maße.

Und so geht’s:

1. Die Nüsse ohne Fett in einer Pfanne rösten, kurz abkühlen lassen und mit dem Messer (oder einem Blitzhacker, den ich nicht besitze) in nicht ganz so feine Stücke hacken.

2. In einer großen Schüssel Mehle, Muscovado-Zucker, Backpulver und Salz mischen. Mit den Fingern beherzt die kalte Butter einarbeiten, so als ob’s feine Streusel werden sollen. Keinen glatten Teig aus den Zutaten arbeiten! Und die gerösteten, gehackten Nüsse zufügen. Beiseite stellen.

3. In einer weiteren Schüssel – im besten Fall eine Rührschüssel mit Maßeinheiten, wenn Ihr habt: amerikanischen Cups – mit einer Gabel die reife Banane zerdrücken. Rumaroma (oder einen Schuß echten Rum) zufügen und so viel Sahne zugießen, daß der 1-Cup-Strich erreicht ist. (Großzüge 200 ml sind’s wohl gewesen.) Alles gut vermengen.

4. Dann die Bananen-Sahne-Masse vorsichtig unter das Mehl heben, bis ein fluffiger Teig entsteht. Nicht mit den Qirlen des Handgeräts oder der Küchenmaschine arbeiten, sondern am besten mit einem Teigrührer oder Lochlöffel, um möglichst viel Luft an den Teig zu kriegen und die Zutaten nur leicht zu vermengen.

5. Mit einem Eßlöffel den Teig portionsweise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech bringen. Mit Sahne bestreichen und mit ein bißchen braunem Zucker bestreuen. In jeden Scone eine ganze Pecan-Nuß drücken. Nach Anweisung backen.

 

*Quelle: The Bonjon Gourmet

Lieblingsfarbe: Grün {Laubenhausmädchens Kräutergarten}

Im Garten stehen ja nun doch die Zeiten beinahe schon auf Herbst. Die Dahlien blühen, die Große Fetthenne wechselt die Blütenfarbe wie jedes Jahr im Spätsommer, und die Birnen sind sicher auch bald reif*. Sogar die ersten Aufräumarbeiten im Gemüsebeet und um die Stauden herum sind längst geschafft. Und die Sonne? Die tut bei all dem wohl so, als hätte es noch keinen  Sommer gegeben – hat’s ja auch nicht! Werdet Ihr sagen –, und lacht vom Himmel… Schön ist das!

Und allerhöchste Eisenbahn, fürs Grillen am Wochenende noch ein schnelles grünes Rezept mit Euch zu teilen. Denn Kräuter hatten wir in dieser Saison tatsächlich im Überfluß, die sind alle ganz wacker gewachsen und haben sich vom vielen Regen und vom Nassen kaum in die Irre führen lassen. Der Salbei zum Beispiel hat sich in den vergangenen Monaten beinahe zu einem kleinen Bäumchen entwickelt. Dabei haben wir den großen Vorrat an getrockneten Kräutern aus dem letzten Jahr nicht einmal ansatzweise aufgebraucht [klick], und ich weiß im Grunde gar nicht, wohin nun mit dem Nachschub… Frisch ins Glas vielleicht, als Pesto oder Würzpaste? Das müßte doch mit Salbei eigentlich auch gehen, dachte ich.

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Ein Tag im Garten. Das Gartenbloggertreffen bei Volmary*

Ja, das Wetter hätte besser sein können. Sicher. 15 °C und Dauer-Nieselregen. Ein Traum – so mitten im August. Das wißt Ihr inzwischen, oder? Gärtner reden immer erstmal übers Wetter. Darüber, daß die Dahlien so wenig blühen wollen dieses Jahr – was da wohl falsch gelaufen ist? – und daß die Himbeeren zumeist am Strauch vergehen. Daß aber den Tomaten wiederum der Regen gar nicht so sehr zugesetzt hat, anders als im letzten Sommer (die stehen ja auch sicher in ihrem Häuschen). Ach, ich habe mich direkt zu Hause gefühlt bei Volmary am Kaldenhof in Münster!

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Kopfgymnastik. Und ein Rezept {Laubenhausmädchens Kräutergarten}

Wer mich kennt, weiß: Zahlen sind mir ein Graus. Rechnen fand ich schon in der Grundschule doof. (Buchstaben hingegen – Buchstaben waren schon damals meine Freunde!) Wie ich durch den Matheunterricht gekommen bin? Sicher nicht sonderlich gut, fragt meine Lehrer. So durchgemogelt hab‘ ich mich, meistens. Und gelegentlich denke ich heute noch, hättest du mal besser aufgepaßt. Letzten Sonntag zum Beispiel. Backen wollte ich, und war vom Rezept* kurzzeitig voll aus der Fassung gebracht. Nicht nur, daß ich zum ersten Mal den Versuch machen wollte, in der gußeisernen Form – mit anderen Worten: im Bräter – zu backen: ein cornbread, Maisbrot mit Honig und Thymian – frisch aus meinem Kräutergarten! Juchhu! Das allein war ja schon aufregend genug. Aber. Dann mußte ich auch noch [quiek!]…rechnen… Zutaten kalkulieren jedenfalls.

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Sommerfest im Schrebergarten. Mit Rezept {#Blogowskisonfire}

Den Sommer feiern in der Winterjacke? Beinahe hatten wir’s befürchtet. Es wurde ja dann sehr heiß. Sehr. Also, total. Aber während wir noch dabei waren, unser Sommerfest zu planen (im Juni), konnten wir das nun wirklich nicht ahnen… Und so war’s gut, daß wir vor zwei Wochen auf der überdachten Terrasse unseres Kleingartenvereins feiern konnten. Denn feiern muß man – das Leben, den Sommer (die Regenzeit!), das Bloggen. Und die Bloggerfreundschaft. Ihr ahnt, wer „wir“ sind? Ja, die Blogowskis, die „pottschen Blogdamen“… Richtig. Hab‘ ich Euch schon erzählt. Wir treffen und mögen uns auch im wahren Leben, der regelmäßige Freitagsstammtisch ist Programm. Und die Sommeredition fand nun schon zum zweiten Mal im Garten statt, beim Laubenhausmädchen und dem Freund, quasi. (Im nächsten Jahr tauschen wir die Vereinsterrasse wieder gegen die Wiese unter unserem Kirschbaum. Behaupte ich.)

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Meine Suppe eß‘ ich doch! Spicy Corn Chowder

Suppe nur im Winter? Nö. Find‘ ich nicht. Ich bin ein echter Suppenkasper. Und es gibt Situationen, da baut mich beinahe nichts besser wieder auf als eine Schale dampfend heißer Eintopf. Doch, eine Tasse schwarzer Tee vielleicht. Aber ob nun Winter ist, Sommer oder so ein Fahrstuhlwetter wie zur Zeit… Das ist mir dann grad‘ egal. – Juli über Bochum, wenn Ihr’s wissen wollt: immer noch so lala. Die Kleingärtnerin und das Wetter! (Diesen Sonntag: ausnahmsweise Liegestuhl. Unter dem großen Kirschbaum. Das war ein echtes Fest!)

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Zu Besuch in Monticello. Bei andern übern Zaun geguckt {Laubenhausmädchen verreist}

Draußen? immer noch grau. Wettervorhersage? Bescheiden. Längst hohe Zeit, daß ich Euch noch mal mitnehme über den großen Teich und von meiner Reise erzähle. Kommt Ihr mit? – Ich habe nämlich einen neuen Lieblingsort entdeckt. Echt!

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